Bergwerksmuseum

TürlhuntDer Bergknappenverein begann etwa zwei Jahre nach der Schließung der Grube Penzberg mit der Errichtung eines Bergwerksmuseums. Obwohl zu dieser Zeit die meisten Ausrüstungs- und Einrichtungsgegenstände des Bergwerkes bereits im Schacht verblieben oder bei Schrotthändlern verschwunden waren, gelang es unter Mithilfe des letzten Penzberger Bergwerksdirektors, Karl Balthasar, zusammengetragene Gegenstände als Grundausstattung des Museums im Keller der damals neuen Realschule (heute Heinrich-Campendonk-Realschule ) unterzubringen.
1968 konnte dann das Museum eröffnet werden.

Nachdem über die Jahrzehnte die Mitglieder des Bergknappenvereins Penzberg in ehrenamtlicher Tätigkeit das Bergwerksmuseum betrieben und die Sammlung immer wieder erweitert haben, hat nun die Stadt Penzberg zum 30.09.2011 die Trägerschaft übernommen. Das Bergwerksmuseum wurde zu einem modernen Museum für einen weiten Besucherkreis umgebaut.

BlindschachtDas Museum bietet einen Einblick in die geologischen Grundlagen des oberbayerischen Kohlebergbaus und stellt die Geschichte des Penzberger Bergwerks mit Fotos, Modellen und durch das Arbeitsgerät (Gezähe) der Bergleute dar. Nachgebaute Strecken und verschiedene Förderwagen (Hunte) vermitteln ein realistisches Bild eines Grubenbetriebes. Die verschiedenen Entwicklungsstufen des Kohleabbaus, vom Handabbau bis zum voll mechanisierten Betrieb, werden ebenso dargestellt wie der gesamte Betriebsablauf vom Vermessen bis zur Kohlenwäsche und zum Abtransport. Die Traditionspflege der Bergknappen illustrieren Fahnen, Urkunden und Bergleute in ihrer Tracht.

Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden sie unter:
www.bergwerksmuseum-penzberg.de

© Bergknappen-Verein Penzberg OB e.V. 2016