Bergbaudenkmäler in und um Penzberg

In Penzberg und Umgebung gibt es noch einige “stille Zeugen” aus der Bergbauzeit, sowie Denkmäler älteren und neueren Datums. Einige davon wollen wir hier kurz vorstellen:

Bergmann

bergmann1a

Standort: Rathausplatz
Skulptur von F. Koelle, ständige Leihgabe der städt. Kultursammlung Augsburg;
aufgestellt 1975 im Rahmen der 700-Jahr Feier Penzbergs.

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Seilscheibe und Tuffsteine

Seilscheibe

Standort: Ehem. Bergwerksgelände - Straßenkreuzung Grube/Henlestrasse
Aufgestellt 1975 zur 700-Jahrfeier Penzberg zusammen mit sechs quadratischen Tuffsteinen, die die Namen von 5 Schächten und einem Wasserstollen mit Jahreszahlen tragen.

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Bockerl

Bockerl

Standort: Bahnhofstraße/Ecke Bichlerstraße
1996 restauriert und aufgestellt.
Gebaut 1894 - eine von zwei im Bergwerk eingesetzten Lokomotiven. Ursprünglich zum Abtransport von taubem Gestein, später für andere Transportaufgaben genutzt.
1956 durch eine elektrische Vollspurbahn ersetzt.
Zunächst am Spielplatz aufgestellt, später, als der Verfall drohte, Restauration und Aufstellung als Denkmal.

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Seilbahnskulptur Berghalde

Seilbahndenkmal_Berghalde

Standort: Berghalde
Aufgestellt 2006 vom Bergknappen-Verein zur Gedenkfeier "40 Jahre Schließung Bergwerk Penzberg"
Ursprünglich sollte ein Teilstück mit zwei Stützen, Seil und Gehänge original nachgebaut werden. Dies ließ sich aber aus statischen Gründen nicht realisieren. Jetzt stilisierte Seilbahn mit Mast, Gehänge und zwei Kübeln.
Die original Seilbahn (1910-1955) wurde 1955 gesprengt - Muldenkipper übernahmen die Arbeit.

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Figur Hl. Barbara

Hl Barbara_Christkoenig

Standort: Christkönigskirche
Die Figur stammt ursprünglich aus der 1944 zerstörten Barbarakirche - jetzt steht sie in der Christkönigskirche, unter dem westlichen Jochbogen zum Seitenausgang.

(Herkunft: 1890/1891; Mayersche Hofkunstanstalt München)

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Barbarakapelle

Barbarakapelle

Standort: Berghalde
2003 von den Jungrittern erbaut - zur Erinnerung an die Bergwerkszeit in Penzberg

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Grabdenkmal

Grabdenkmal

Standort: Friedhof Penzberg
Der Friedhof wurde 1878 vom Miesbacher Knappschaftsverein angelegt. Davor wurden die Bergleute in den umliegenden Dörfern beerdigt. In diese Zeit dürfte auch die Erstellung dieses Denkmals fallen. Es wurde vom damaligen Bergmannsverein aufgestellt und hatte wohl namentlich an 14 zwischen 1875 und 1880 tödlich verunglückte Bergleute erinnert. Die granitene Gedenktafel ging bei einer Neugestaltung 1973 verloren, bis heute trägt es die Inschrift: "Den Toten des Penzberger Bergbaus - Glück auf".

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Hunt am Ortseingang

Hunt_Ortseingang

Standort: westlicher, südlicher und östlicher Ortseingang.
Aufgestellt 2006 vom Bergknappen-Verein zum 40. Jahrestag der Schließung Bergwerk Penzberg.

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Hunt Realschule

Hunt_Realschule

Standort: vor der "Heinrich-Campendonk-Realschule"
1996 aufgestellt zur Gedenkveranstaltung 200 Jahre Bergbau in Penzberg. Erneuert zum 30. Jahrestag der Schließung Grube Penzberg.

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Hunte ehemaliger Nonnenwaldschacht

Hunte ehemaliger Nonnenwaldschacht

Standort: Werksgelände Firma Roche Diagnostics
1977 von der Firma Boehringer (kaufte damals das Werksgelände von der Oberkohle) zur Erinnerung aufgestellt. In der Nähe des Standorts befand sich früher der Nonnenwaldschacht.
Inschrift auf der Tafel:

“AUF DIESEM GELÄNDE BEFAND SICH
DER 700 METER TIEFE NONNENWALDSCHACHT,
DER HAUPTSCHACHT DES KOHLEBERGWERKS PENZBERG.
MIT SEINER STILLEGUNG AM 30.09.1966 WURDEN
170 JAHRE BERGBAUTRADITION IN PENZBERG BEENDET.
ZUR ERINNERUNG AN DIE VIELEN BERGLEUTE,
DIE IM SCHACHT IHR LEBEN GELASSEN
ODER IHRE GESUNDHEIT PREISGEGEBEN HABEN.
ERRICHTET 1977 VON
BOEHRINGER MANNHEIM GMBH WERK PENZBERG”

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Schlußstein

Schlußstein

Standort: Eichthalstrasse - Privathaus (ehem. Haus des Bergwerksdirektors Balthasar)
Der Schlußstein stammt von dem Zugang zu einem kleinen Versorgungsschacht (Pumpen- und Rohrschacht), der 1875 eröffnet wurde. Es ist wohl der einzig erhaltene Schlußstein eines Stolleneingangs im Penzberger Bergwerk. Er kam 1969 bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau der Henlestraße wieder ans Tageslicht. Der ehemalige Bergwerksdirektor Karl Balthasar ließ den Stein an der Garage seines eigenen Hauses in der Eichthalstraße anbringen.

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Türmchen Direktionshaus

Tuermchen_Direktionshaus

Standort: Berghalde
Das Türmchen befand sich ursprünglich auf dem Direktionshaus des Bergwerkes. Später wurde es eine Zeit lang als Wetterstation auf der Berghalde genutzt.

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Torbogen Großweil

Torbogen_Grossweil

Standort: Ortseingang - Alte Murnauer Straße
In Großweil wurden von 1865-1962 insgesamt 360 000 Tonnen Braunkohle abgebaut. Übrig ist nur noch der Torbogen am Ortseingang über den die Seilbahn verlief.

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Barbarakapelle Hohenbirken

Barbarakapelle_Hohenbirken

Standort: Hohenbirken
Erbaut 1997-1998 von Sepp Kinshofer und Heinz Stelzer

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Stadtmuseum

Stadtmuseum

Standort: Karlstraße 61, Penzberg
Eröffnung im Rahmen der Feierlichkeiten "75 Jahre Stadt Penzberg" am 04. September 1994.
Ehemaliges Bergarbeiterwohnhaus, errichtet um 1873; heute Stadtmuseum. Eine Wohnung mit Originalmöbeln und Gerät hergerichtet (Zeit um 1920)

© Bergknappen-Verein Penzberg OB e.V. 2010